Gibt es eine Förderung für ETFs?

Ja, ab 2027 werden ETF-Anlagen über zwei Wege staatlich gefördert: die Frühstartrente für Kinder und das Altersvorsorgedepot.

Bei der Frühstartrente zahlt der Staat für jedes anspruchsberechtigte Kind monatlich 10 Euro in einen zertifizierten Standarddepot-Vertrag. Dieser besteht aus zwei Bausteinen: einem chancenorientierten Aktien-ETF, meist auf einen weltweiten Index wie den MSCI World, und einem vorsichtigen Baustein, meist einem Staatsanleihen-Fonds. Eine Kapitalgarantie gibt es nicht, die Kosten sind auf maximal 1 Prozent Effektivkosten pro Jahr gedeckelt.

Mit 18 geht die Frühstartrente in ein reguläres Altersvorsorgedepot über. Wer förderberechtigt ist und eigene Beiträge einzahlt, kann dort die regulären Zulagen beantragen: eine Grundzulage von bis zu 540 Euro im Jahr, einen Kinderbonus von 300 Euro je Kind und einen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro bei Abschluss vor dem 25. Lebensjahr. Zusätzlich bleiben die Erträge in der Ansparphase steuerfrei.

Ein gewöhnlicher ETF-Sparplan im freien Depot erhält dagegen keine staatliche Förderung, und Kapitalerträge sind dort laufend steuerpflichtig. Dafür ist er flexibler, weil es keine Zweckbindung bis 65 gibt und du jederzeit verkaufen kannst.

Über den Autor

Hi, ich bin Martin, Jahrgang 1988, aus Münster. Seit über 8 Jahren bin ich als geprüfter Versicherungsvermittler (IHK), geprüfter Finanzanlagenfachmann (IHK) und zertifizierter Experte für betriebliche Altersversorgung (DVA) in der Finanz- und Versicherungsbranche tätig.

Mit DieFinanzchecker haben wir uns darauf spezialisiert, Altersvorsorge nicht nur einfach, sondern vor allem verständlich zu erklären. Denn rund um das Thema kursieren genug Halbwahrheiten und Mythen. Die möchten wir aufräumen.

Wenn ich nicht gerade im Kundentermin sitze oder mich weiterbilde, bin ich großer Motorsportfan und schaue DTM oder Formel 1.