Wie viel Geld sollte ich als Selbstständiger für die Altersvorsorge zurücklegen?
Selbstständige haben in der Regel keine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rente und müssen ihre Altersvorsorge daher vollständig selbst aufbauen.
Als Faustregel sollten 15 bis 25 Prozent des Nettoeinkommens für die Altersvorsorge zurückgelegt werden, deutlich mehr als bei Angestellten.
Gutverdiener mit Jahresumsätzen über 80.000 Euro sollten eher 20 bis 30 Prozent einplanen, weil die Rentenlücke aufgrund fehlender Beiträge zur gesetzlichen Rente größer ist.
Wer erst spät mit der Vorsorge beginnt, muss seinen Anteil noch höher ansetzen, um eine ausreichende Versorgung im Alter zu erreichen.
Sinnvoll ist eine Kombination aus ETF-Sparplan für Flexibilität und Rürup-Rente für den Steuervorteil.
Auch eine private Rentenversicherung oder das ab 2027 verfügbare Altersvorsorgedepot kommen infrage.
Wichtig ist eine schwankungsfeste Strategie, weil das Einkommen Selbstständiger oft stärker variiert als bei Angestellten.
Auch eine sechsmonatige Liquiditätsreserve sollte parallel zur Altersvorsorge aufgebaut werden, um Beitragspausen ohne Substanzverlust zu überbrücken.
