Was ist ein Nachteil der Riester-Rente?
Die Riester-Rente steht seit Jahren in der Kritik, weil sie eine Reihe gravierender Nachteile hat.
Erstens fressen hohe Produktkosten, Abschluss- und Verwaltungsgebühren oft den Großteil der staatlichen Förderung auf, sodass am Ende nur eine geringe Rendite übrig bleibt.
Zweitens ist die Flexibilität stark eingeschränkt: Wer den Vertrag kündigt, muss sämtliche Zulagen und Steuervorteile vollständig zurückzahlen.
Drittens ist die Auszahlung fast ausschließlich als lebenslange Rente möglich; eine freie Kapitalauszahlung gibt es nicht, nur eine Teilauszahlung von bis zu 30 Prozent zu Rentenbeginn ist erlaubt.
Viertens müssen Riester-Renten im Alter voll versteuert werden, was den Hebel der nachgelagerten Besteuerung relativiert.
Fünftens ist die Vererbbarkeit deutlich eingeschränkt, da das Restkapital nur an Ehepartner oder kindergeldberechtigte Kinder weitergegeben werden kann.
Sechstens wird die Riester-Rente ab 2027 durch das neue Altersvorsorgedepot ersetzt, wodurch Neuabschlüsse in den meisten Fällen nicht mehr sinnvoll sind.
Für Geringverdiener mit mehreren Kindern kann sich Riester dennoch lohnen, weil die Zulagen den Eigenbeitrag oft deutlich übersteigen.
