Wann ist eine Rürup-Rente sinnvoll?
Eine Rürup-Rente ist dann sinnvoll, wenn drei Voraussetzungen zusammenkommen.
Erstens ein hoher Grenzsteuersatz von mindestens 35 Prozent, idealerweise 42 Prozent oder mehr, damit der Sonderausgabenabzug eine spürbare Steuerersparnis bewirkt.
Zweitens ein stabiles Einkommen, weil das Kapital bis zur Rente gebunden bleibt und nicht ohne weiteres vorzeitig verfügbar gemacht werden kann.
Drittens ein deutlich niedrigerer Steuersatz im Ruhestand als heute, weil sonst der Hebel der nachgelagerten Besteuerung wegfällt.
Besonders sinnvoll ist die Rürup-Rente für Selbstständige und Freiberufler ohne Versorgungswerk oder gesetzliche Rentenversicherung, weil sie die einzige staatlich geförderte Altersvorsorge mit so hohem absetzbarem Höchstbetrag ist. Auch gut verdienende Angestellte können sie nutzen, müssen aber den Höchstbetrag zusammen mit ihren GRV-Beiträgen einrechnen.
Wer Wert auf maximale Flexibilität oder eine Kapitalauszahlung legt, ist mit einem ETF-Sparplan in der Regel besser bedient. Eine durchdachte Kombination aus Rürup, ETF und betrieblicher Altersvorsorge bringt häufig die besten Ergebnisse.
