Reichen 300.000 Euro aus, um mit 55 in Rente zu gehen?

In den meisten Fällen reichen 300.000 Euro nicht aus, um bereits mit 55 dauerhaft in den Ruhestand zu gehen.

Wer mit 55 aufhört zu arbeiten, muss sein Kapital über 30 bis 40 Jahre strecken, weil die statistische Lebenserwartung heute deutlich über 85 Jahren liegt.

Bei einer monatlichen Entnahme von 1.000 Euro ohne weitere Rendite ist das Guthaben nach rund 25 Jahren aufgebraucht. Selbst mit konservativer Verzinsung von 3 Prozent reicht das Kapital bei diesem Entnahmeplan nur etwa 35 Jahre.

Hinzu kommen Inflation, Krankenversicherungsbeiträge und unerwartete Sonderausgaben, die die Reserven zusätzlich belasten.

Ein realistisches Polster für einen frühen Ruhestand mit gewohntem Lebensstandard liegt eher bei 600.000 bis 1 Million Euro, abhängig vom gewünschten Lebensstil.

Wer wirklich mit 55 in Rente will, sollte zusätzlich eine lebenslange Rente, etwa über Rürup oder eine private Rentenversicherung, einbauen, damit das Langlebigkeitsrisiko abgesichert ist.

Eine professionelle Ruhestandsplanung mit Entnahmeplan, Cash-Flow-Berechnung und steuerlicher Optimierung ist hier dringend zu empfehlen.

Über den Autor

Hi, ich bin Martin, Jahrgang 1988, aus Münster. Seit über 8 Jahren bin ich als geprüfter Versicherungsvermittler (IHK), geprüfter Finanzanlagenfachmann (IHK) und zertifizierter Experte für betriebliche Altersversorgung (DVA) in der Finanz- und Versicherungsbranche tätig.

Mit DieFinanzchecker haben wir uns darauf spezialisiert, Altersvorsorge nicht nur einfach, sondern vor allem verständlich zu erklären. Denn rund um das Thema kursieren genug Halbwahrheiten und Mythen. Die möchten wir aufräumen.

Wenn ich nicht gerade im Kundentermin sitze oder mich weiterbilde, bin ich großer Motorsportfan und schaue DTM oder Formel 1.