Kann man bei Riester Geld verlieren?
Direkt verlieren kann man bei der Riester-Rente in der Regel nicht, weil Anbieter gesetzlich verpflichtet sind, mindestens die eingezahlten Beiträge inklusive Zulagen zum Rentenbeginn zu garantieren.
Diese Beitragsgarantie schützt vor Kapitalverlust im klassischen Sinn.
Indirekt kann jedoch ein erheblicher Schaden entstehen: Wer kündigt, muss alle erhaltenen staatlichen Zulagen und steuerlichen Vergünstigungen vollständig zurückzahlen.
In vielen Fällen bekommen Sparer nach einer Kündigung sogar weniger zurück, als sie selbst eingezahlt haben.
Hinzu kommt die schleichende Erosion durch Inflation, weil die garantierten Beträge nicht inflationsangepasst werden und die reale Kaufkraft sinkt.
Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten der Anbieter fressen häufig große Teile der staatlichen Förderung auf und schwächen die Rendite. Auch der Zillmerungseffekt führt dazu, dass in den ersten Jahren kaum Kapital aufgebaut wird.
Wer einen bestehenden Riester-Vertrag hat, sollte daher prüfen, ob fortführen, beitragsfrei stellen oder im Einzelfall doch kündigen die bessere Option ist.
