Ist die Rürup-Rente noch sinnvoll?
Ja, für die richtige Zielgruppe ist die Rürup-Rente 2026 sogar attraktiver geworden als je zuvor. Vor allem die ETF-Variante hat die jahrelange Kritik an hohen Produktkosten entkräftet, weil die laufenden Fondskosten deutlich niedriger ausfallen als bei klassischen Tarifen.
Gleichzeitig ist der Steuerhebel unverändert stark: 2026 sind bis zu 30.826 Euro für Ledige als Sonderausgaben absetzbar. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent ergibt das eine maximale Steuerersparnis von rund 12.947 Euro pro Jahr.
Für Selbstständige und Freiberufler ohne Versorgungswerk ist die Rürup-Rente häufig die einzige staatlich geförderte Altersvorsorge, mit der sich der volle Höchstbetrag steuerlich nutzen lässt. Gut verdienende Angestellte können sie als Ergänzung zur gesetzlichen Rente einsetzen, vor allem wenn die betriebliche Altersvorsorge bereits ausgeschöpft ist.
Wichtig: Das Kapital bleibt bis zum Rentenbeginn gebunden und wird ausschließlich als lebenslange Rente ausgezahlt — eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich. Wer Flexibilität braucht oder einen niedrigen Steuersatz hat, ist mit einem ETF-Sparplan in der Regel besser bedient.
Insgesamt bleibt die Rürup-Rente 2026 ein starkes Instrument für die richtige Zielgruppe, vor allem in der modernen ETF-Variante.
