Für wen macht eine Rürup-Rente Sinn?
Eine Rürup-Rente macht vor allem für Personen Sinn, die einen hohen Steuervorteil benötigen und das Kapital langfristig binden können.
Selbstständige und Freiberufler ohne Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung profitieren besonders, weil sie den vollen Höchstbetrag von 30.826 Euro steuerlich absetzen können.
Auch gut verdienende Angestellte mit einem Grenzsteuersatz ab 42 Prozent nutzen den Steuerhebel effizient, müssen aber bereits geleistete Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung anrechnen.
Sinnvoll ist die Rürup-Rente weiterhin für Berufsgruppen wie Ärzte oder Architekten, die in einem Versorgungswerk Pflichtmitglied sind und ergänzend privat vorsorgen möchten.
Weniger geeignet ist sie für Personen mit schwankendem Einkommen, niedriger Steuerlast oder dem Wunsch nach späterer Kapitalauszahlung. Wer Flexibilität braucht, sollte ergänzend oder alternativ einen ETF-Sparplan nutzen.
Pflichtmitglieder eines Versorgungswerks erhalten unter Umständen nur einen reduzierten Sonderausgabenabzug, weshalb sich vor Abschluss eine genaue Berechnung lohnt.
