Für wen lohnt sich die Rürup-Rente mit ETFs?
Die ETF-Rürup-Rente lohnt sich vor allem für Selbstständige, Freiberufler und gut verdienende Angestellte mit einem Grenzsteuersatz ab rund 35 Prozent.
Entscheidend ist ein stabiles Einkommen, weil das Kapital bis zur Rente gebunden bleibt und Beitragspausen den Vertragswert spürbar schmälern können. Je höher der heutige Steuersatz und je niedriger die voraussichtliche Steuerlast im Ruhestand, desto größer der Hebel aus Sonderausgabenabzug und nachgelagerter Besteuerung.
Ein Anlagehorizont von mindestens 15 bis 20 Jahren ist sinnvoll, damit der Zinseszinseffekt wirken und kurzfristige Marktschwankungen sich ausgleichen können. Die ETF-Variante ist gegenüber klassischen Tarifen besonders attraktiv, weil niedrige Fondskosten und die steuerfreie Reinvestition der Gewinne in der Ansparphase die Rendite zusätzlich steigern.
Weniger geeignet ist sie für Personen mit schwankendem Einkommen, geringer Steuerlast oder dem Wunsch nach späterer Kapitalauszahlung. Auch wer Vermögen flexibel vererben möchte, sollte beachten, dass nur Ehepartner und kindergeldberechtigte Kinder begünstigt werden können.
Vor Abschluss sollten Effektivkosten, garantierter Rentenfaktor und ETF-Auswahl sorgfältig verglichen werden.
